
Priv.Doz. Dr. med. univ.
Florian Primavesi, PhD
Aus meiner Erfahrung der jahrelangen Betreuung von Patienten mit Tumorerkrankungen, chronischen Beschwerden, oder akuten lebensbedrohlichen Zuständen weiß ich wie wichtig eine verlässliche, kompetente, und verantwortungsbewusste Betreuungsperson ist.
Für mich selbstverständlich ist, dass Patient:innen und Angehörige wissen "wer für Sie zuständig ist", und wen man fragen kann bei unklaren Befunden, bei anstehenden Entscheidungen und komplexen Sachverhalten.
Ich möchte Ihnen auf diesen Seiten transparent meine Movitation, Schwerpunkte und berufliche Reise darstellen.
Mein bisheriger Berufsweg
Ich bin 1984 geboren, im Salzburger Land aufgewachsen und lebe mit meiner Frau und zwei Kindern in der Stadt Salzburg.
Nach dem Zividienst beim Roten Kreuz ging ich 2003 zum Medizinstudium nach Innsbruck, mit spezifischem Interesse an komplexen Sachverhalten. So verfasste ich an der Neurochirurgie Innsbruck meine erste akademische Arbeit über tiefe Hirnstimulation bei Morbus Parkinson und hatte im Rahmen des Klinisch-Praktischen-Jahres Gelegenheit sowohl in Österreich, als auch Deutschland, Großbritannien & Australien Medizin in unterschiedlichsten Gesundheitssystemen kennenzulernen.
Nach Beginn der Turnusausbildung wurde die Chirurgie und Tumorbehandlung meine Lebensaufgabe: Nach Rotation an die Unfallchirurgie im UKH Salzburg und der Chirurgie der Barmherzigen Brüder begann ich schließlich bei Prof. Öfner am Uniklinikum Salzburg 2011 meine Ausbildung zum Allgemein- und Viszeralchirurgen. Dort kam ich erstmals in Kontakt mit der technisch herausfordernden Spezialisierung zum Leber- Pankreas- und Gallenwegschirurgen. Der nächste logische Schritt war dann nach der Facharztausbildung 2016 als Oberarzt meinen Mentoren Doz. Stättner und Prof. Öfner an die Universitätsklinik Innsbruck zu folgen.

In einer der renommiertesten Kliniken im deutschsprachigen Raum konnte ich dort am multidisziplinäre Management von soliden Tumorerkrankungen, Organtransplantationen sowie komplexer Notfallchirurgie mitwirken und ein Doktoratsstudium für medizinische Wissenschaften (PhD) absolvieren. Um weitere Spezialfähigkeiten im Bereich der hepatobiliären (Leber- und Gallenwegs-) Chirurgie und im Besonderen der minimal-invasiven (laparoskopischen) Leberresektionen zu erlangen, ging ich dann 2019 für ein Fellowship nach England und konnte am Universitätsklinikum in Liverpool, mit einer der größten leberchirurgischen Abteilungen Großbritanniens, in kurzer Zeit eine hohe Fallzahl dieser aufwendigen Eingriffe durchführen.
Mit dem erlangten Wissen half ich 2020 als stellvertretender Abteilungsleiter für Viszeralchirurgie unter Prim. Stättner im Salzkammergutklinikum Vöcklabruck ein Zentrum für hepatobiliäre Chirurgie aufbauen. Hier formten wir 4 Jahre lang eines der modernsten leberchirurgischen Programme des Landes, mit der bis dato größten Serie an robotischen Lebereingriffen und der österreichweit ersten Zertifizierung der ERAS-Society (Enhanced Recovery after Surgery). Mit diesen Maßnahmen konnten wir z.B. die Komplikationsrate und die Aufenthaltsdauer nach Leberresektionen auf fast die Hälfte reduzieren (siehe auch rezente Publikation im European Journal of Surgical Oncology). Um die Zusammenhänge im Gesundheitswesen noch besser zu verstehen begann ich 2023 ein berufsbegleitendes Master-Studium (Executive MBA) für Health Care Management an der Salzburg Management und Business School. Der Austausch mit verschiedenen Berufsgruppen aus dem Gesundheitssektor sowie anderen Sparten der Wirtschaft und ein Auslandsaufenthalt an einer US-amerikanischen Top-Universität, der Georgetown University in Washington, war eine aussergewöhnliche Erfahrung.
Auf der Suche nach beruflicher Veränderung ging ich schließlich 2024 noch einmal zurück an meine Alma mater, die Universitätsklinik Innsbruck, in der Position als Assistenzprofessor für viszerale onkologische Chirurgie, unterstützte ich dort wiederum die Etablierung eines robotisches Programm für onkologische Leber- und Pankreaschirurgie und unterrichtete Medizinstudenten zu den Themenkreisen Tumorbehandlung, Robotik und Augmented Reality.
Kürzlich ergab sich nun 2025 die Möglichkeit unter Prof. Biebl am Ordensklinikum Linz (onkologisches Leitspital Oberösterreich und einziges von der deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertes Viszeralonkologisches Zentrum in Österreich) als Oberarzt mit Leitungsfunktion den bestehenden Schwerpunkt der Leberchirurgie weiterzuentwickeln.
Akademisches Interesse
Durch jahrelanges Engagement in klinischen wissenschaftlichen Projekten sowie translationaler Laborforschung zum Thema perioperative Leberfunktion und Tumorerkrankungen bin ich mit Kollegen weltweit eng vernetzt. Als Ergebnis meines wissenschaftlichen Engagements legte ich 2022 die Habilitation (die höchste akademische Prüfung mit Lehrbefugnis - Venia docendi) an der Medizinischen Universtität Innsbruck ab, zum Thema onkologische Chirurgie von Lebermetastasen bei Darmkrebs. Weitere Projekte die mich mit Stolz erfüllen sind unsere Arbeiten zur Vermeidung von Leberversagen nach Leberresektionen und zur minimal-invasiven, insbesondere robotischen hepatobiliären Chirurgie. Diese führten auch dazu an internationalen Leitlinien (Consensus guidelines) federführend mitwirken zu können.
Meine persönliche Motivation
Ich bin ein Arzt der auch schwierige Herausforderungen proaktiv annimmt, ein Familienmensch, begeistert von Sport, aktivem Musizieren und immer auf der Suche nach interessanten Persönlichkeiten auf meinem Lebensweg.
Mein berufliches Ziel ist, immer die bestmöglich verfügbaren Therapien für unsere Patient:innen richtig indiziert und sicher anzuwenden und dabei keine Mühen zu scheuen kritisch das eigene Handeln zu analysieren und zu hinterfragen. Aus meiner Sicht ist es unsere ärztliche Pflicht und Aufgabe hierbei Patient:innen vor unnötigen, unwirksamen und komplikativen Therapien zu bewahren. Auch deshalb ist mir ist daran gelegen, durch kollegialen Austausch im Netzwerk der österreichischen und weltweiten Leber- und Pankreaschirurgen und durch transparentes Teilen unserer Erfahrungen die Behandlung von Tumorerkrankungen zu verbessern, damit möglichst viele Patient:innen von schonenden und effektiven Therapien profitieren.
Weitere Details über meine Laufbahn
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